Sechs Hebel für eine CO2-freie Lieferkette – Teil 1 | ENGIE Impact

Sechs Hebel für eine CO2-freie Lieferkette – Teil 1

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Herwig Ragossnig Senior Sustainability Business Director, ENGIE Impact
Kersten Karl Barth Director, Sustainability Solutions - EMEA

Damit Unternehmen ihre Nachhaltigkeitszieleerreichen, ist die Emissionsreduktion in der Lieferkette von entscheidender Bedeutung. Oft behindern weitreichende Risiken und Komplexitäten das Handeln. Der erste Teil des Zweiteilers zeigt, sechs bewährte Hebel zur Beschleunigung der Dekarbonisierung von Lieferketten mit Beispielen auf, die jedes (Logistik-)Unternehmen für sich durchgehen und anwenden kann. Auch die Logistik stellt einen großen Hebel für die Emissionsreduktion dar.

Kein Aktionsplan zur Nachhaltigkeit eines Unternehmens ist heute komplett ohne einen konkreten Blick auf die Lieferkette. Sie ist für durchschnittlich 74 Prozent des CO2-Fußabdrucks verantwortlich (CDP, Global Supply Chain Report 2019). Die Reduktion von Treibhausgasen in der Lieferkette stellt daher ein effektives Ziel dar, um Nachhaltigkeit zu fördern. Unternehmen wie Microsoft, Bayer, BMW und Walmart haben das erkannt. Sie sind nur einige Namen einer wachsenden Zahl an Marken, die Emissionsziele für Zulieferer festlegen, um ihre Scope-3-Emissionen in Angriff zu nehmen.

Globale Lieferketten sind komplex, undurchsichtig und verändern sich ständig. Dadurch sind Emissionen sehr schwer messbar und werden deshalb selten in Nachhaltigkeitsberichten ausgewiesen. Da sie aber einen so erheblichen Teil der Treibhausgasemissionen ausmachen, können Unternehmen nicht so lange warten, bis sie alle benötigten Daten und Informationen beisammenhaben, um zu handeln. Die Emissionen in den Lieferketten müssen schnell reduziert werden. Zudem ist es aufgrund des kommenden und viel diskutierten Lieferkettengesetzes in Deutschland* im besten Interesse jedes Unternehmens, sich frühzeitig mit den sozialen und ökologischen Auswirkungen der eigenen Lieferkette auseinanderzusetzen und etwas zu unternehmen. Daher müssen effektive vor symbolischen Maßnahmen Vorrang haben und öffentlich geteilt, repliziert und skaliert werden.

Es gibt schon heute einige Pioniere, deren Instrumentarien zur Reduktion von Lieferkettenemissionen gut etabliert sind. Bei ENGIE Impact haben wir sechs effektive Hebel identifiziert, die Unternehmen jetzt einsetzen können. Den ersten drei widmen wir uns in diesem Artikel. In Teil 2 gehen wir auf die Hebel 4 bis 6 genauer ein.